Unterwasseranstrich - Osmoseschutz - Antifouling

Ein Unterwasseranstrich schützt den Bootsrumpf vor Osmose und Algenbewuchs. Der Osmoseschutz ist dringend erforderlich und verhindert eine spätere Osmosebehandlung.
Bevor Sie einen Unterwasseranstrich auftragen können, sind im Vorfeld noch einige sehr zeitaufwendige Arbeiten zu erledigen.
Als erstes wird das Boot bzw. der Bootsrumpf auf eine ausreichende Arbeitshöhe gebracht. Dann wird die Wasserlinie am Rumpf abgeklebt und das Unterwasserschiff gereinigt. Damit der Unterwasseranstrich auf der glatten Gelcoat hält, ist als nächster Arbeitsgang das Unterwasserschiff mit feinem Sandpapier zu beschleifen. Nach dem Schleifen muß die Fläche erneut gereinigt werden. Die Oberfläche muß fett- und staubfrei sein. Jetzt ist der Osmoseschutz auf den Bootsrumpf in mehreren Schichten aufzutragen. Hierbei sind dringend die Raum- bzw Außentemperatur und die zeitlichen Abstände der einzelnen Anstriche zu beachten. Nach dem Osmoseschutzanstrich wird ein Antifoulingschutzanstrich aufgetragen. Auch hier sollten mehrere Anstriche erfolgen. Nach einer ausreichenden Trockenzeit ist das Klebeband, welches die Wasserlinie gekennzeichnet hat, zu entfernen. Das Boot ist dann wieder einsatzbereit.
Der Antifoulingschutzanstrich sollte jährlich bzw. alle 2 bis 3 Jahre erneuert werden. Die Intervalle für neue Antifoulinganstriche sind regional abhängig.

Wir verwenden ausschließlich Farben von International und unterbreiten Ihnen gern ein Angebot für einen Unterwasseranstrich.


Was ist Osmose? (Quelle: International Akzo Nobel)
Osmose wird durch eine chemische Reaktion zwischen Wasser und nicht reagierten Substanzen im Rumpf verursacht. Wasser durchdringt das Gelcoat und reagiert mit Bestandteilen im Laminat zu säureartigen Substanzen. Diese Reaktionsprodukte erzeugen einen Druck zwischen Gelcoat und Laminat, wodurch Blasen und manchmal Risse entstehen. Wenn das Laminat einmal auf diese Weise geschädigt ist, wird das darunter liegende Laminat Wasser wie ein Schwamm aufnehmen.

Woran erkenne ich Osmose? (Quelle: International Akzo Nobel)
Ein Merkmal sind sichtbare Blasen, gefüllt mit einer braunen, säuerlich riechenden oder klaren seifigen Flüssigkeit.

Welcher Antifoulingtyp sollte benutzt werden? (Quelle: International Akzo Nobel)
Dies ist abhängig vom Bootstyp und vom Fahrtgebiet. Alle Boote ,außer Aluminiumboote, können mit einem starken Antifouling, wie zum Beispiel Micron Extra oder Interspeed Ultra behandelt werden. Motoryachten mit einer Rumpfgeschwindigkeit über 25 Knoten und Yachten in Trockenmarinas sollten Interspeed Ultra Hartantifouling verwenden. Andere Yachten können ein erodierendes Antifouling wie zum Beispiel Micron Extra oder Cruiser Uno benutzen. Aluminiumyachten benötigen das mit Aluminium kompatible Antifouling Trilux. Für Regattaboote empfehlen wir ein VC- Dünnschicht Antifouling,mit dem sich glatte reibungsarme Oberflächen erzielen lassen.

Was kann ich tun bei Osmose? (Quelle: International Akzo Nobel)
Bringen sie ihr Boot in unsere Werft. Folgende Schritte werden durchgeführt:

1.) gründliche Vorbereitung des Unterwasserschiffs, dazu gehört die komplette Entfernung aller Antifoulingfarben und die Entfernung des Gelcoat, soweit dies zur Austrocknung des Bootsrumpfes notwendig ist. ( komplette Entfernung oder in Teilbereichen)

2.) Trocknung des Rumpfes. Das ist der schwierigste Schritt bei der Osmosesanierung. Wenn das Laminat nicht richtig trocken ist, wird es wieder zu Blasenbildung kommen.

3.) Jetzt wird das International Gelshield Plus System aufgetragen, gefolgt von einem Anstrich Gelshield 200 Epoxy Primer und dem Antifouling.